Firmenfestgeld – Liquiditätsmanagement für Unternehmen

Zinssätze von 2,05 bis 4,50 Prozent p. a., Laufzeiten von 1 Monat bis 5 Jahre, ab EUR 50 000.

Ausgangslage

Viele Unternehmen halten dauerhaft mehr Liquidität auf Kontokorrentkonten, als für den laufenden Zahlungsverkehr erforderlich ist. Diese Mittel werden häufig gar nicht oder nur minimal verzinst. Firmenfestgeld schliesst diese Lücke: Überschüssige Betriebsmittel werden in Tranchen angelegt, deren Fälligkeiten auf den Liquiditätsplan abgestimmt sind.

Wir richten uns an Kapital- und Personengesellschaften, Einzelunternehmen, Stiftungen, Vereine sowie Verwaltungen von Stockwerkeigentum. Die Anlage erfolgt stets auf den Namen der juristischen Person; die Zeichnungsberechtigungen entsprechen den Vorgaben Ihres Handelsregisterauszugs beziehungsweise Ihrer Statuten.

Konditionen nach Laufzeit

Gültig ab 01.08.2026. Alle Zinsangaben sind indikativ, nominal p. a. und abhängig von Anlagesumme, Laufzeit und Partnerbank. Verbindliche Konditionen erhalten Sie im persönlichen Angebot.
Laufzeitab CHF 50 000ab CHF 500 000ab CHF 2 500 000
1 Monat2,05 %2,20 %2,35 %
3 Monate2,25 %2,45 %2,60 %
6 Monate2,50 %2,70 %2,85 %
12 Monate2,75 %2,95 %3,10 %
24 Monate2,95 %3,15 %3,30 %
60 Monate3,10 %3,25 %4,50 %

Strukturierung nach Zahlungsströmen

Der wesentliche Unterschied zur privaten Anlage liegt in der Planbarkeit. Unternehmen kennen ihre Zahlungsströme in aller Regel gut: Lohnzahlungen, Mehrwertsteuerabrechnungen, Sozialversicherungsbeiträge, Steuerraten, Lieferantenverbindlichkeiten und geplante Investitionen lassen sich zeitlich zuordnen. Aus dieser Planung ergibt sich, welcher Teil der Liquidität für welchen Zeitraum gebunden werden kann.

Unser Vorgehen: Wir gliedern die Liquidität in eine Betriebsreserve, die als Tagesgeld jederzeit verfügbar bleibt, eine kurzfristige Tranche für Steuer- und Abgabetermine der nächsten Monate sowie eine mittelfristige Tranche für strukturell nicht benötigte Mittel. Bei grösseren Volumen kommt eine langfristige Tranche für Rückstellungen und Investitionsrücklagen hinzu.

Beispielstruktur für ein KMU

Illustratives Beispiel bei einer Gesamtliquidität von CHF 1 500 000.
TrancheBetragInstrumentLaufzeitZweck
BetriebsreserveCHF 300 000Tagesgeldtäglich verfügbarLöhne, laufende Kosten, unvorhergesehener Bedarf
Tranche ACHF 300 000Firmenfestgeld3 MonateMehrwertsteuer und Sozialabgaben
Tranche BCHF 400 000Firmenfestgeld12 MonateSteuerrate und Bonuszahlungen
Tranche CCHF 500 000Firmenfestgeld24 MonateInvestitionsrücklage und Rückstellungen

Einlagensicherung bei Unternehmensmandaten

Auch juristische Personen sind von den Einlagensicherungssystemen erfasst, allerdings mit denselben Höchstgrenzen wie Privatpersonen: In der Schweiz sind privilegierte Einlagen bis CHF 100 000 pro Kunde und Bank geschützt, im Europäischen Wirtschaftsraum bis EUR 100 000 pro Institut. Bei Unternehmensvolumen wird die Grenze daher schnell überschritten.

Für Beträge oberhalb der Sicherungsgrenzen ist die Bonität des kontoführenden Instituts das entscheidende Kriterium. Wir dokumentieren zu jedem vorgeschlagenen Institut die aktuelle Einschätzung, die Eigenkapitalquote und die Refinanzierungsstruktur. Zusätzlich verteilen wir grössere Volumen bewusst auf mehrere Institute, um Konzentrationsrisiken zu begrenzen.

Erforderliche Unterlagen

  • Aktueller Handelsregisterauszug beziehungsweise Statuten bei Vereinen und Stiftungen
  • Identifikationsdokumente der zeichnungsberechtigten Personen
  • Feststellung des wirtschaftlich Berechtigten gemäss den geldwäschereirechtlichen Vorgaben
  • Letzter Jahresabschluss bei Anlagen ab CHF 1 000 000
  • Beschluss des zuständigen Organs, sofern statutarisch erforderlich

Berichtswesen und Buchhaltung

Für die Finanzbuchhaltung stellen wir quartalsweise eine konsolidierte Übersicht aller Tranchen bereit: Anlagebetrag, Laufzeit, Zinssatz, aufgelaufene und gutgeschriebene Zinsen sowie Fälligkeitsdatum. Die Aufstellung eignet sich zur direkten Übernahme in die Abgrenzungsbuchungen und ist über das Kundenportal als PDF und in maschinenlesbarem Format abrufbar.

Vor jeder Fälligkeit erhält Ihre Finanzabteilung eine Vorankündigung mit Angabe der erwarteten Zinsgutschrift und den dann aktuellen Anschlusskonditionen. Damit lässt sich die Anlageentscheidung in den regulären Liquiditätsplanungsprozess integrieren.

Anlage in Fremdwährungen

Unternehmen mit Einnahmen in Euro, US-Dollar oder Britischen Pfund können Tranchen in der jeweiligen Währung anlegen und damit Wechselkursrisiken bei künftigen Zahlungen reduzieren. Wir weisen in jedem Vorschlag darauf hin, welche Währungsrisiken bei einer Rückführung in Franken entstehen können.