Sicherheitskonzept
Wie wir Institute prüfen, Einlagen streuen und Ihre Daten schützen – nachvollziehbar dokumentiert in jedem Anlagevorschlag.
Drei Ebenen der Sicherheit
Sicherheit bei Zinsanlagen entsteht nicht durch ein einzelnes Merkmal, sondern durch das Zusammenwirken mehrerer Ebenen. Wir unterscheiden die Bonität des kontoführenden Instituts, die gesetzliche Einlagensicherung und die Streuung über mehrere Institute und Länder. Erst alle drei Ebenen zusammen ergeben ein belastbares Sicherheitsprofil.
Ebene 1 – Prüfung des Instituts
Bevor ein Institut in unseren Vergleich aufgenommen wird, prüfen wir mehrere Kriterien: Vorliegen einer gültigen Bankenlizenz der zuständigen Aufsichtsbehörde, Zugehörigkeit zu einem gesetzlichen Einlagensicherungssystem, Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung gemäss veröffentlichten Geschäftsberichten, Struktur der Refinanzierung sowie Transparenz und Verständlichkeit der Vertragsbedingungen. Zusätzlich bewerten wir operative Aspekte wie die Dauer von Kontoeröffnungen und die Zuverlässigkeit von Auszahlungen.
Diese Prüfung ist keine Einmalhandlung. Wir beobachten die Institute laufend und entfernen sie aus unseren Vorschlägen, wenn sich ihr Profil verschlechtert – auch dann, wenn sie weiterhin attraktive Zinssätze anbieten.
Ebene 2 – Gesetzliche Einlagensicherung
Für jede vorgeschlagene Anlage weisen wir aus, welches Sicherungssystem zuständig ist, welche Höchstgrenze gilt und in welcher Währung diese ausgedrückt ist. In der Schweiz sind privilegierte Einlagen über esisuisse bis EUR 100 000 pro Kunde und Bank (privilegierte Einlagen, esisuisse) geschützt. Im Europäischen Wirtschaftsraum gilt eine Sicherung bis EUR 100 000 pro Kunde und Institut (EU-Richtlinie 2014/49/EU).
Entscheidend ist stets das Sitzland des kontoführenden Instituts, nicht Ihr eigener Wohnsitz. Eine Anlage bei der niederländischen Niederlassung einer deutschen Bank kann daher einem anderen System unterliegen als eine Anlage bei der Muttergesellschaft. Diese Zuordnung prüfen wir in jedem Einzelfall und dokumentieren sie schriftlich. Eine Aufstellung der Systeme in zwanzig europäischen Ländern finden Sie unter Einlagensicherung.
Ebene 3 – Streuung
Da Sicherungssysteme pro Kunde und Institut greifen, lässt sich der Schutz durch bewusste Verteilung vervielfachen. Ein Anlagebetrag von CHF 400 000, verteilt auf vier Institute mit je CHF 100 000, liegt vollständig innerhalb der Sicherungsgrenzen. Derselbe Betrag bei einem einzigen Institut wäre nur zu einem Viertel geschützt.
Bei sehr grossen Vermögen ist eine vollständige Abdeckung durch Streuung nicht immer praktikabel. In diesen Fällen tritt die Bonitätsbeurteilung des Instituts in den Vordergrund, und wir dokumentieren die verbleibende Risikoexposition ausdrücklich.
Risiken, die wir aktiv benennen
Zinsanlagen gelten als konservativ, sind aber nicht risikofrei. Wir halten es für unerlässlich, die folgenden Punkte in jedem Beratungsgespräch anzusprechen.
| Risiko | Beschreibung | Unser Umgang damit |
|---|---|---|
| Ausfallrisiko | Das kontoführende Institut wird zahlungsunfähig. | Institutsprüfung, Nutzung der Sicherungsgrenzen, Streuung über mehrere Banken |
| Zinsänderungsrisiko | Das Marktzinsniveau steigt, während Ihr Kapital zu einem niedrigeren Satz gebunden ist. | Laufzeitenstaffelung, sodass regelmässig Tranchen zu aktuellen Sätzen erneuert werden |
| Inflationsrisiko | Die Kaufkraft des angelegten Betrags sinkt, obwohl der Nominalbetrag wächst. | Ausweis der erwarteten Realrendite neben dem Nominalzins im Anlagevorschlag |
| Liquiditätsrisiko | Sie benötigen Mittel vor Ende der Laufzeit. | Reserveanteil in Tagesgeld, Staffelung der Fälligkeiten |
| Währungsrisiko | Bei Fremdwährungsanlagen verändert sich der Wechselkurs zum Nachteil. | Fremdwährungen nur bei entsprechendem Mittelbedarf in dieser Währung |
| Länderrisiko | Politische oder wirtschaftliche Entwicklungen beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit eines Sicherungssystems. | Beschränkung auf Länder mit etablierten Systemen, Begrenzung der Länderanteile |
Informationssicherheit und Datenschutz
Beratung im Anlagebereich setzt den Umgang mit sensiblen Daten voraus. Wir betreiben unsere Systeme daher nach dem Grundsatz der Datenminimierung und erheben nur, was für die Beratung und die regulatorische Dokumentation erforderlich ist.
- Verschlüsselte Übertragung sämtlicher Daten über TLS auf allen Kanälen dieser Website
- Zugriff auf Mandatsdaten ausschliesslich für berechtigte Personen, protokolliert und nachvollziehbar
- Serverstandort Schweiz beim Hostingpartner Hostpoint AG, Neue Jonastrasse 60, 8640 Rapperswil-Jona, Schweiz
- Getrennte Ablage von Identifikationsdokumenten und Anlagedaten
- Mehrfaktor-Authentifizierung für den Zugang zum Kundenportal
- Regelmässige Datensicherung mit definierten Wiederherstellungszeiten
- Aufbewahrung nach den gesetzlichen Fristen, anschliessend gesicherte Löschung
Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung sowie im Cookie-Hinweis.
Schutz vor Betrugsversuchen
Im Umfeld von Zinsanlagen treten gehäuft Betrugsversuche auf, bei denen unter dem Namen bestehender Finanzdienstleister unrealistisch hohe Renditen versprochen werden. Bitte beachten Sie die folgenden Punkte.
Wir fordern niemals telefonisch oder per E-Mail Zugangsdaten, Passwörter oder Transaktionscodes an. Wir bitten Sie niemals, Geld auf ein Konto zu überweisen, das auf den Namen von Staubli Capital Management oder einer Privatperson lautet – Anlagebeträge gehen stets direkt an das kontoführende Institut. Wir versprechen keine garantierten Renditen oberhalb marktüblicher Zinssätze. Bei Zweifeln rufen Sie uns unter der auf dieser Website veröffentlichten Nummer +41 44 5237 622 zurück.